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Tipps und Tricks zur Erstellung von Druckdaten für optische Medien

(CD-R, DVD-R, BD-R etc.)

Die richtige Gestaltung von Druckdaten für Discs ist eine kleine Herausforderung. Wenn man aber die richtigen Werkzeuge wählt und einige Grundregeln beachtet, wird es leichter als gedacht.

Bevor Sie mit der Gestaltung beginnen, sollten sie eine Grundvorstellung davon haben, welche Farben, Schriften, Logos und Bilder zur Anwendung kommen sollen.

Welche Druckmethode ist die richtige für mich?



Das ist eine gute Frage, da es unterschiedliche Methoden mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen gibt. Wenn wir Ihr Design und Ihre Druckauflage kennen, helfen wir Ihnen gerne die für Ihren Auftrag passendste Lösung zu finden.

Thermaldruck


Thermaldruck nutzt Hitze und Druck, um das Motiv von einer CMYK- oder einem Schwarz-Transferband direkt auf die Disc zu übertragen. Das Ergebnis sind Bilder von hoher Qualität, mit einem dauerhaft beständigem Hochglanzfinish. Thermaldruck gilt als bewährte Methode für vollfarbige Bilder oder schwarzen Text bei kleinen Auflagen.
Thermaldruck ist auf CD-Oberflächen zwar perfekt für Fotos und lebhafte Bilder, aber weniger geeignet für sehr helle Farben oder weiche Verläufe. Mit schwarzem Thermaldruck lassen sich scharfe tiefschwarze Schrift und einfache Logos duplizieren.

Tintenstrahldruck


Für Kleinauflagen und vollfarbige Discs gedacht, benutzt der Tintenstrahldruck eine kombinierte CMYK-Farbkartusche oder aber üblicherweise 4 bis 6 einzelne Farbkartuschen und erzielt damit Fotodruck in hoher Qualität für feine Bilder mit Verläufen und hellen Farbnuancen. Je nach bedrucktem Medium erhält man ein mattes oder hochglänzendes Finish. Tintenstrahldruck ist nur bedingt haltbar und kann unter Umständen bei Berührung mit Flüssigkeit verwischen. Mit Discs, die eine entsprechende Beschichtung aufweisen (Taiyo Yuden Watershield) gehört dieses Problem aber der Vergangenheit an.

Litho-/Offsetdruck


Diese Druckmethode wird bei CD/DVD-Produktionen für vollfarbigen Druck in hohen Auflagen angewendet. Dazu werden von Ihren Grafiken 4 separate Druckplatten in Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK - K steht hierbei für Key, sinngemäß für "Farbtiefe") hergestellt. Jede dieser Platten transferiert ein Bild über einen auf eine Walze gespannten Gummiteppich auf die Disc. Durch die Kombination der 4 Druckfarben ergibt sich ein vollfarbiges Bild. In Kombination mit einer weißen Unterdruckschicht ergeben sich beste Ergebnisse für realistische Fotos. Litho ist eine gute Alternative zum Siebdruck, da hier Verläufe, Schatten und helle Farben besser dargestellt werden können.

Siebdruck


Siebdruck ist eine Drucktechnik, welche sich durch farbtreue Wiedergabe von CI-Farben etc. durch die Verwendung von Pantone, HKS, oder anderen Farbsystemen auszeichnet. Beim Siebdruck wird deckende Farbe durch ein auf einen Rahmen gespanntes Sieb gepresst, bei welchem die zu druckenden Flächen offen, und die nicht zu druckenden Flächen geschlossen sind. Weiterhin ist der Siebdruck die beste Technik für strahlende Grafiken, da die Farben meist deckend sind und auch Spezialtöne wie Neonfarben, oder Gold/Silberdruck möglich sind.
Nicht besonders geeignet ist der Siebdruck zur Darstellung von feinen Verläufen, Schlagschatten und ähnlichem.

Gestaltung des Labels


Wie Ihr Design gedruckt wird hängt davon ab, wie Sie es gestalten. Sie sollten daher erst eine Drucktechnik auswählen, bevor sie mit der Gestaltung beginnen. Wenn Ihr Auftrag in CMYK gedruckt wird, müssen sie sicherstellen, dass das Artwork in CMYK angelegt ist und nicht in RGB. Sollten Sie Sonderfarben benutzen, müssen diese als separate Kanäle in der Datei deklariert sein. Eine Kombination von beidem ist möglich, kann allerdings teurer sein.

Welche Farben sollten gewählt werden?


Die meisten kommerziellen Druckprodukte werden in CMYK (Vierfarbdruck, Cyan, Magenta, Gelb, Key/Schwarz) gedruckt. Dabei werden alle dargestellten Farben aus diesen 4 Farben gemischt. Diese Farben entsprechen nicht denen auf ihrem Bildschirm, da Monitore Farben in RGB (Rot, Grün und Blau) darstellen und diese wesentlich kräftiger sind, weil RGB einen höheren Helligkeitsumfang darstellen kann. Pantonefarben (oder ähnliche Farbsysteme) verwenden so genannte Volltöne, und sind daher zu vergleichen mit denselben auf entsprechenden Farbfächern/Farbkarten. Diese Sonderfarben sind oft notwendig, um eine CI-getreue Farbwiedergabe zu garantieren.

Die richtigen Werkzeuge / Software für Ihr Design


Es existiert eine Menge Software für Gestaltung, aber nicht jede ist für dir Erstellung von Druckdaten geeignet. Idealerweise benutzen Sie einen Industriestandard wie z.b. Adobe® Illustrator. Für Monitor- oder Beamerpräsentationen entwickelte Software wie z.B. Microsoft Powerpoint® ist für die Druckdatenerstellung überhaupt nicht geeignet. Wenn Sie Fragen zur Software haben, kontaktieren Sie am besten unsere Designer, welche Ihnen gerne bei der Auswahl Ihres Werkzeuges helfen.

Größe Ihrer Daten


Legen Sie ihr Design von Anfang an in der richtigen Größe an, und vergessen Sie nicht einen entsprechenden Beschnitt hinzuzufügen. Beschnitt ist der Teil des Druckes, der über die eigentlich zu bedruckende Fläche hinausreicht und verhindert, dass so genannte Blitzer Ihr Druckbild verschlechtern. Legen Sie ihre Daten mit mindestens 300 dpi (dots per inch) an.

Schriften


Da es tausende Schriften in verschiedenen Formaten (Mac/Pc) gibt, ist es gut möglich, dass wir die von Ihnen verwendeten Schriften nicht haben. Wenn wir ein Design justieren müssen, ist dies nicht mehr möglich. Daher wandeln Sie bitte alle verwendeten Schriften in Pfade um (z.b. bei Illustrator®: Schrift-->in Pfade umwandeln (create outlines)). Damit sind ihre Schriften nicht mehr als Schrift deklariert (und auch nicht mehr editierbar!), sondern werden als Vektoren verarbeitet. Damit Sie den Text in der Datei später noch bearbeiten können, speichern sie 2 getrennte Versionen davon ab. Schriftgrößen sollten nicht zu klein sein, speziell wenn eine helle Schrift auf dunklem Hintergrund verwendet wird. Verwenden Sie keine Schriften die kleiner sind als 6pt, und vermeiden sie Schlagschatten und ähnliche Effekte, da diese meist zur schlechteren Lesbarkeit des Textes beitragen. Sollten Sie uns Ihre Schriften mailen, bitte komprimieren sie diese in einer ZIP-Datei, da Schriftdateien schnell zerstört werden können wenn sie per E-Mail verschickt werden.

Diese Tipps und Tricks werden ihnen bei der Gestaltung Ihrer CDs und DVDs helfen, können allerdings nicht jedes Problem aufgreifen, da die Programme mittlerweile sehr umfangreich sind. Wir hoffen, Ihnen hiermit einen kleinen überblick gegeben zu haben. Bei Fragen setzen Sie sich bitte mit unserer Grafikabteilung unter +49 (0)40 - 6758 77 22 in Verbindung.

Zusammenfassung


Hier noch einmal die wichtigsten Tips in Kurzfassung:
  • Für ein sattes Schwarz bei CMYK geben sie nicht nur 100%K an, sondern addieren sie noch je 50% C, M und Y.
  • Grafiken immer mit Beschnitt anlegen (mindestens 3mm)
  • Schlagschatten und Verläufe im besten Fall vermeiden.
  • Texte sollten mindestens 3mm innerhalb der Druckkante positioniert sein.
  • die Gesamtmenge von CMYK Farben darf 300% nicht überschreiten (z.B. 50%C + 50%M + 50%Y + 100%K = 250% = OK)
  • Bei Fragen rufen Sie uns einfach an unter +49 (0)40 - 6758 77 22

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